Blog nach Monat: Mai 2022

17.05.2022 08:56
Anlauf gegen Gewalt im Sport - gegen Missbrauch, Mobbing und Zwang
Die Studie »Safe Sport« hatte 2017 gezeigt, dass von 1800 befragten Kaderathletinnen und -athleten 30 Prozent physische, 37 Prozent sexualisierte und über 86 Prozent psychische Gewalt erfahren haben. So gehört das Thema zum Gründungsansatz, mit dem die Vertretung der deutschen Kaderathletinnen und -athleten 2017 angetreten ist: Sportlerinnen und Sportlern faire, saubere und sichere Rahmenbedingungen zu bieten, indem sie ihr Potenzial entfalten können.

Bisher konnten sich Sportlerinnen und Sportler entweder an interne Beratungsstellen ihres Vereins, Stützpunkts oder Verbands wenden, oder eben Angebote außerhalb des Sports nutzen. Beides, das zeigte sich Athleten Deutschland in Gesprächen mit Betroffenen schnell, ist häufig unzureichend.

»Anlauf gegen Gewalt« – unter diesem passend aktiven Titel hat der Verein Athleten Deutschland am Montag eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffene von psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt im Spitzensport in Betrieb genommen. Es ist das erste Angebot dieser Art außerhalb der Verbandsstrukturen im deutschen Spitzensport.

»Wir haben einen hohen Bedarf gesehen«, sagte Vereins-Vizepräsident Tobias Preuß bei der Vorstellung der Anlaufstelle. Bereits seit Bekanntwerden der Pläne hätten sich verstärkt Betroffene bei Athleten Deutschland gemeldet, etwa ein bis zwei pro Monat. »Das hat uns gezeigt, wie wichtig das Thema ist und dass wir schnell handeln müssen«, sagte der ehemalige Wasserballer Preuß. Tatsächlich sind von der Idee bis zum Start nur rund 15 Monate vergangen.

So sei der Gedanke, sich etwa an den eigenen Verband zu wenden, oftmals mit Ängsten verbunden, dass einem dort nicht geglaubt oder dass dort nicht ausreichend im Sinn der Betroffenen gehandelt werde. Vielen Fällen sei in der Vergangenheit gar nicht erst nachgegangen worden. »Für mich als Athletin ist es super wichtig zu wissen, dass ich hier Menschen habe, die komplett hinter mir stehen, die sich für mich einsetzen, und dass ich die Hilfe, die ich benötige, auch bekomme – und das alles unabhängig vom Verband, der mich vertritt«, sagte Präsidiumsmitglied Léa Krüger.

Außerdem, und auch das ist Athleten Deutschland wichtig: Während viele Hilfsangebote sich an Betroffene sexualisierter Gewalt richten, geht es der Athletenvertretung um jede Form von Gewalt, körperlich, seelisch oder sexualisiert. »Alles, was die AthletInnen als übergriffig empfinden, ist Grund genug, sich zu melden«, sagte Krüger.

Standard statt Dschungel

Preuß wies zudem auf strukturelle Defizite bei verbandsinternen Angeboten hin, die mit dieser Anlaufstelle adressiert worden seien: »Die Stellen sind regional sehr unterschiedlich besetzt und nicht flächendeckend von gleicher Qualität und gleicher Quantität vorhanden«, so Preuss. Betroffene berichteten zum Beispiel von einem regelrechten Dschungel und viel undurchsichtigem Hin und Her von einer Person zur nächsten. »Da haben wir jetzt einen standardisierten Prozess geschaffen, der gleichbleibend sicherstellt, dass allen die Hilfe und Unterstützung zukommt, die sie sich vorstellen und vor allem wünschen«, sagte Preuss.

Wie dieser Prozess aussieht?

Betroffene können sich telefonisch oder per E-Mail an die Beratungsstelle wenden. Bei Bedarf werde dann eine psychotherapeutische Erstberatung durch eine Traumatherapeutin und/oder eine rechtliche Beratung durch Anwältinnen vermittelt. Auf Wunsch werden die Betroffenen auch langfristig begleitet.

All das geht anonym, vertraulich, und, ja, parteiisch vonstatten (»Wir sind auf der Seite der Athletinnen und Athleten«). Und: »Es geschieht nichts ohne die Zustimmung der Betroffenen«, betonte Krüger. Außerdem sollen sich die Betroffenen in einem Netzwerk austauschen können. Auch das geht auf den Wunsch Betroffener zurück, die sich einerseits gern vernetzen, andererseits aber auch gern ihre Erfahrungen und ihr Wissen teilen möchten.

Wer die Hotline anruft, landet bei Fachkräften des Vereins NINA, Träger des bundesweiten »Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch«. Hierfür seien die Mitarbeitenden speziell für die Besonderheiten des Spitzensports im Vergleich zu anderen Ökosystemen, in denen es zu Gewalt kommen kann, sensibilisiert worden. Für eine Welt also, in der der Grat zwischen positivem Vertrauens- und gefährlichem Abhängigkeitsverhältnis schmal ist. »Diese Grenzen, zwischen dem, was man vielleicht im Alltag schon als übergriffig wahrnimmt, die verschwimmen im Sport oftmals ein wenig mehr«, sagte Krüger.

Die Nähe zu Betreuungspersonen, falsch verstandene Loyalitäten – das sind Zustände, die Gewalt fördern können, und die in der Sportwelt »superpräsent« sind, wie es Preuß sagte. Das alles sei von außen oft nicht leicht zu verstehen. Hinzu kommt die der Sportwelt so eigene hohe Emotionalität, die Bereitschaft, für seine Träume alles zu geben, was wiederum auf die sehr tradierte Einstellung trifft, dass man sich doch einfach nur mal zusammenreißen muss, dass ein bisschen Schmerz eben dazu gehört, dass Erfolg einen Preis hat.

»In dieser Kultur ist es einfach unmöglich, dass sich von innen heraus Dinge ändern«, sagte Preuss mit Blick auf jene, die auch heute noch sagen: Es gibt doch schon die Anlaufstellen innerhalb der Verbände, wieso ist das überhaupt alles nötig?

"Anlauf gegen Gewalt" ist eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffene von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt im Spitzensport. Betroffene können sich per E-Mail oder telefonisch an die Anlaufstelle wenden.
Das Erstgespräch erfolgt anonym, die Schilderungen bleiben vertraulich. Die Anlaufstelle verweist bei Bedarf an Unterstützung aus einem Pool von geschulten Psychotherapeutinnen und/oder Rechtsanwältinnen. Eine weiterführende Begleitung ist auf Wunsch ebenso möglich.
So nehmen Sie mit Anlauf gegen Gewalt Kontakt auf:
Hotline: 0800 9090444, Sprechzeiten: montags 11 bis 14 Uhr und donnerstags 16 bis 19 Uhr
E-Mail: [email protected]

"Webportal von 'Anlauf gegen Gewalt'"

13.05.2022 16:19
Whistleblower unerwünscht?
Zum derzeit in Beratung befindlichen Entwurf des Whistleblower-Gesetzes schreibt das Whistleblower-Netzwerk:

"Auf die Bauernregeln kann man sich dieser Tage auch nicht mehr verlassen. Heißt es doch: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Das trifft auf den Referentenentwurf des BMJ zum Whistleblowerschutz jedenfalls nicht zu, mit dem die Ampelregierung den nunmehr achten Anlauf zu einer gesetzlichen Regelung unternimmt. Seit erstmalig 2008 waren alle Gesetzentwürfe im Parlament gescheitert.

Der nunmehr zur Verbändeanhörung vorgelegte Referentenentwurf weist im Vergleich zum Status Quo zwar Verbesserungen auf, v.a. mehr Schutz vor Repressalien für Beschäftigte. Aber er bleibt weit hinter den Erwartungen all jener zurück, die sich seit Jahren für einen effektiven Whistleblowerschutz in Deutschland einsetzen. Die Kritik betrifft v.a. folgende Defizite:

1. Meldungen von „sonstigem Fehlverhalten“, etwa ethisch fragwürdigen Handlungen oder erheblichen Missständen unterhalb der Schwelle eindeutiger Rechtsverstöße, sind weiterhin nicht geschützt. Unterversorgung in der Altenpflege beispielsweise, rechtsradikale Umtriebe bei Polizei und Bundeswehr, auch ethisch verwerfliche Praktiken bei Facebook würden weiterhin eher selten ans Licht kommen.

2. Whistleblowing gegenüber den Medien („Offenlegung“) soll auch künftig nur unter engen Ausnahmebedingungen geschützt sein. Diese Vorschrift genügt weder dem Grundrecht der Meinungsäußerungsfreiheit für Whistleblower noch dem Informations- und Partizipationsanspruch einer demokratischen Gesellschaft. Die Norm muss den direkten Gang an die Öffentlichkeit schützen, wenn eine Offenlegung wesentlich im öffentlichen Interesse liegt.

„Die sehr eingeschränkte Möglichkeit, sich ohne Angst vor Repressalien an die Medien zu wenden und auf erhebliche Missstände aufmerksam zu machen oder Anstoß zur investigativen Recherche zu geben, behindert außerdem die journalistische Arbeit und erschwert es den Medien, ihre Kontrollfunktion auszuüben“, sagt Klaus Bergmann, Vorstandsmitglied von WBN.

3. Meldungen, die Verschlusssachen, die Geheimdienste oder die – nicht näher definierte – nationale Sicherheit betreffen, fallen ebenfalls nicht in den Schutzbereich des künftigen Gesetzes. Dabei gibt es alltägliche, schwerwiegende Missstände im öffentlichen Dienst, deren Offenlegung im öffentlichen Interesse das staatliche Interesse an ihrer Geheimhaltung erheblich überwiegt. Auch wissen wir nicht erst seit Edward Snowdens Whistleblowing, dass im Bereich der Sicherheitspolitik Grenzüberschreitungen und Machtmissbrauch notorisch zu befürchten sind.

Das Gesetz sollte den Whistleblower und das Informationsrecht der Gesellschaft schützen und nicht den Staat. Der vorliegende Gesetzentwurf folgt dem überkommenen Muster, Whistleblowing da zu instrumentalisieren, wo es den Staat ein Stückweit von seinen Kontrollfunktionen entlastet, aber zu behindern, wo es dem Geheimhaltungsbedürfnis der Politik zu nahe tritt". Das hat das Netzwirk ins Schwarze getroffen und - Recht.

"Mit ausführlicherer Stellungsnahme"

Den Referentenentwurf des Gesetzes finden Sie hier: https://blog.fairness-stiftung.de/FSBlogEintrag.aspx?EID=474

Kontakt:
WBN – Whistleblower-Netzwerk e.V.
Annegret Falter, Vorsitzende
[email protected]
Tel: +49 170 2965660

05.05.2022 11:28
Erstmaliger Rassismusmonitor - Jeder Fünfte in Deutschland ist von Rassismus betroffen
Erstmals hat die Regierung Rassismus in Deutschland in Zahlen gefasst: Fast alle nehmen ihn wahr, vor allem Minderheiten erleben ihn. Erschreckend ist die Zahl jener, die Rassismuskritik als »politische Korrektheit« abtun. Spiegel-Online berichtet heute:

„Vorurteile bei der Wohnungsvergabe, Beleidigungen im Job, einseitige Kontrollen durch die Polizei: Immer wieder berichten Menschen in Deutschland von rassistischen Erfahrungen, viele seien strukturell. Nun hat sich die Bundesregierung erstmals bemüht, konkrete Zahlen zusammentragen. Das Urteil des neuen »Rassismusmonitors« fällt ernüchternd aus: Demnach sind gut 90 Prozent der Menschen im Land der Meinung, dass Deutschland ein Rassismusproblem hat.

Die Auftaktstudie des »Rassismusmonitors«

wurde vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) erhoben. Das Zentrum wurde 2017 gegründet und wird durch den Bundeshaushalt gefördert. Die Studie soll von nun an regelmäßig erscheinen.
Vor allem Jüngere sind sensibilisiert

Die Forschenden hatten neben einer repräsentativen Befragung der Bevölkerung im Alter ab 14 Jahren auch gezielt Angehörige von sechs »rassifizierten Minderheiten« in den Blick genommen: Schwarze Menschen, Muslime, Asiaten, Sinti und Roma, Juden und Osteuropäer. Die Befragten konnten sich dabei sowohl selbst einer dieser Gruppen zuordnen als auch angeben, ob sie von Außenstehenden einer dieser Gruppen zugeordnet werden.

Das macht mich stark!

45 Prozent der Menschen in Deutschland haben laut der Studie schon einmal rassistische Vorfälle beobachtet. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung (etwa 22 Prozent) gibt an, selbst schon von Rassismus betroffen gewesen zu sein. Laut Studie berichten junge Menschen häufiger von direkten Rassismuserfahrungen als Ältere. Das mag mit einem geschärften Problembewusstsein bei den Jüngeren, womöglich aber auch mit mehr Kontakten junger Betroffener zu Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft zusammenhängen.

Abwertung von Rassismuskritik

Unter den »rassifizierten Minderheiten« gaben insgesamt 58 Prozent an, schon einmal selbst Rassismus ausgesetzt gewesen zu sein, wobei der Wert bei den Angehörigen der sechs Minderheiten in der Altersgruppe zwischen 14 und 24 Jahren bei rund 73 Prozent lag, bei den über 65-Jährigen dagegen mit 24,2 Prozent deutlich niedriger.

Dass bestimmte ethnische Gruppen, beziehungsweise Völker intelligenter als andere sind, glauben laut Studie zwar lediglich neun Prozent der Bevölkerung. Der Aussage, dass gewisse ethnische Gruppen oder Völker »von Natur aus fleißiger sind als andere«, stimmte allerdings rund ein Drittel der Befragten zu.

»Rassismus« wird in der Studie definiert als eine Ideologie sowie als eine diskursive und soziale Praxis, in der Menschen aufgrund von äußerlichen Merkmalen in verschiedene Gruppen eingeteilt werden, denen per »Abstammung« verallgemeinerte, unveränderliche Eigenschaften zugeschrieben werden.
»Ein wichtiger Schritt für Veränderung«

Die Forscher kommen zu dem Schluss, Rassismuskritik werde oft dadurch abgewehrt, dass Betroffenen eine Hypersensitivität unterstellt werde. Den Angaben zufolge ist ein Drittel der Bevölkerung der Auffassung, dass Menschen, die sich über Rassismus beschweren, »häufig zu empfindlich« seien. 11,6 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage voll und ganz zu, 21,5 Prozent stimmten ihr eher zu. Ganze 45 Prozent der Befragten hält Rassismuskritik zudem für eine Einschränkung der Meinungsfreiheit im Sinne »politischer Korrektheit«.

»Deutschland weiß um sein Rassismusproblem«, sagte Reem Alabadi-Radovan, Rassismusbeauftragte der Bundesregierung. »Die breite Erkenntnis ist eine gute Nachricht, denn sie ist ein wichtiger Schritt für Veränderung.« Jahrzehntelang sei Rassismus in Deutschland verschwiegen oder gar bestritten worden, das wirke bis heute nach.

Alabadi-Radovan kündigte an, rassistische Strukturen bei Behörden, in der Polizei und in der Arbeitswelt bekämpfen zu wollen. »Wir müssen gemeinsam die wehrhafte Demokratie sein, die den Nährboden von Rassismus austrocknet«, sagte die Staatsministerin“.

Gründer kämpfen mit rassistischen Erfahrungen

Deutschlands Start-up-Szene lebt zu einem beträchtlichen Teil von Unternehmern mit ausländischen Wurzeln. Doch im Umgang mit Behörden, Investoren und Banken klagen viele von ihnen über Diskriminierung. Anton Rainer schreibt ebenfalls heute in Spiegel-Online:
„Wer in Deutschland eine Firma gründet, muss ohnehin nicht wenige Hürden überwinden. Zwischen Behördengängen und Finanzierungsrunden, Förderungsanträgen und Bürokratie ist der Start in die Selbstständigkeit nur etwas für besonders leidgeprüfte Unternehmer. Für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gilt das jedoch besonders.

Unter den jungen Unternehmern und Unternehmerinnen, die im Ausland geboren wurden, hat jeder Dritte im Zuge der Gründung rassistische Erfahrungen gemacht. Bei denen, die in einem anderen Land studierten, liegt der Anteil sogar noch höher: 51 Prozent klagen über Diskriminierung bei Behörden und Ämtern, Banken und Investoren, Vermietern und Kooperationspartnern. Das ergab eine Auswertung des Bundesverbands Deutsche Start-ups und der Friedrich-Naumann-Stiftung, die dem SPIEGEL vorliegt.

Innovativer und besser ausgebildet

Auch Gründer, die in erster oder zweiter Generation in Deutschland aufgewachsen sind, sprechen über Vorurteile: Jeweils 32 Prozent und 17 Prozent erlebten laut Umfrage während der Gründung ihrer Firma Momente, in denen sie aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert wurden – die meisten eingewanderten Gründerinnen und Gründer stammen aus Osteuropa (23 Prozent) und Asien (14 Prozent). Einziger Lichtblick: Der Umgang und Austausch mit anderen Start-ups scheint die jungen Unternehmer und Unternehmerinnen seltener vor derartige Probleme zu stellen.

Für den Start-up-Standort Deutschland sind diese Zahlen enttäuschend, lebt er doch zu einem beträchtlichen Teil von der Innovation seiner Gründer, die ihre Wurzeln teils im Ausland haben. Ohne sie gäbe es hierzulande kein unabhängiges akademisches Netzwerk (ResearchGate), keine Lebensmittellieferungen in unter zehn Minuten (Gorillas) und keinen deutschen Impfstoff aus der mRNA-Forschung (Biontech). »Fehlende Offenheit gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, deren mangelhafte Netzwerke und unsere Bürokratie sind ein Problem für den Standort Deutschland«, sagt Gesa Miczaika vom Start-up-Verband.

Unzureichende Finanzierung

Das liegt auch an der Bedeutung, die diese Firmen in Deutschland erreicht haben: Unternehmer und Unternehmerinnen mit Migrationserfahrung gründen 22 Prozent der deutschen Start-ups, mehr als die Hälfte von ihnen sind im Ausland geboren. Mit einem Akademikeranteil von 91 Prozent sind vor allem Letztere besonders gut ausgebildet, der Großteil hat einen Abschluss im Bereich Wirtschaft oder einem der begehrten MINT-Fächer.

Dennoch zeigt sich eine große Diskrepanz beim Wettstreit um Kapital: Nur ein Drittel der nach Deutschland eingewanderten Gründer konnte nach eigenen Angaben bisher auf staatliche Fördermittel zurückgreifen – das sind zehn Prozentpunkte weniger als im allgemeinen Durchschnitt. Ähnliche Unterschiede zeigen sich bei der Verteilung von Wagniskapital: Lediglich 15 Prozent der ausländischen Gründer haben bisher eine solche Finanzierung erhalten, gegenüber 20 Prozent im allgemeinen Start-up-Schnitt. Und das obwohl sie diese Form der Finanzierung häufiger anstreben".

mrc/dpa

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