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31.01.2026 08:44
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Ernährung braucht mehr Fairness
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Oft wird Essen als reine Privatsache dargestellt. Dadurch bleibt ausgeblendet, welche zentrale Rolle Konzerne spielen: Wenige Akteure beherrschen den globalen Markt und prägen so überall auf dem Erdball die Esskultur. Ernährung ist somit eine politische Frage.
Das heute dominierende Ernährungssystem trägt massiv zur Überschreitung mehrerer planetarer Grenzen bei. Es verursacht rund ein Drittel der klimaschädlichen Gase, ist hauptverantwortlich für das Artensterben und verbraucht zu viel Wasser. Zugleich zementiert es Ungerechtigkeiten: Steigende Lebensmittelpreise treffen Länder mit niedrigem Einkommen besonders hart. Weltweit leiden 673 Millionen Menschen an Hunger – überwiegend in ländlichen Regionen. Ungefähr 2,8 Milliarden Menschen gelten als fehlernährt. Die weltweite Ausbreitung der westlichen Esskultur – viel Fleisch und hochverarbeitete Lebensmittel aus der Massenproduktion – trägt zu Übergewicht und Adipositas bei, zwei zentrale Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
So, wie es ist, muss es jedoch nicht bleiben, und viele Menschen wollen sich gesünder ernähren. Wie es möglich ist, die wachsende Weltbevölkerung mit gutem Essen zu versorgen, ohne die Umwelt zu überlasten, hat die EAT-Lancet Commission herausgefunden. Die empfohlene Planetary Health Diet besteht aus viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen – und vergleichsweise wenig Milch- und Fleischerzeugnissen. Doch nicht nur was auf dem Teller liegt, ist entscheidend für eine gute Ernährung, sondern auch, wie es produziert wurde.
Im Jahr 1999 hat der britische Professor Tim Lang das Konzept der Ernährungsdemokratie veröffentlicht. Demnach ist Ernährung stets politisch und darf nicht bloß unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden. Diese Perspektive teilen auch Ernährungsräte, die sich für eine gerechte, ökologische und demokratisch gestaltete Ernährungspolitik einsetzen und wollen, dass die Nahrungsmittelversorgung lokaler und selbstbestimmter organisiert wird. In Deutschland sind die ersten Ernährungsräte 2016 in Köln und Berlin entstanden – mittlerweile gibt es sie bereits in 60 Städten.
Zu finden mit Belegen, Fakten und Grafiken in: "Konzernatlas 2026"
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29.01.2026 09:04
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Ernährung braucht Demokratie
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Ernährungsdemokratie bedeutet, dass nicht Konzerne über unser Essen bestimmen. Gesundheit, Klima, Biodiversität und faire Arbeit lassen sich nur sichern, wenn alle Beteiligten das Ernährungssystem gemeinsam gestalten.
Zu finden mit Belegen, Fakten und Grafiken in: "Konzernatlas 2026"
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22.01.2026 08:29
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Wasser wird zur Ware mit hohem Profit
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Multinationale Konzerne wie Coca-Cola, Nestlé oder Danone pumpen Grundwasser ab, füllen es in Flaschen und verkaufen es zu einem Vielfachen des Leitungswasserpreises.
Zu finden mit Belegen, Fakten und Grafiken in: "Konzernatlas 2026"
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21.01.2026 10:45
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Profite auf Kosten von Mensch und Umwelt
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Globale Konzerne nutzen schwächere Umwelt- und Gesundheitsstandards im Ausland, um Gewinne zu steigern. So genehmigte die EU 2024 den Export großer Mengen Pestizide, die innerhalb Europas verboten sind.
Zu finden mit Belegen, Fakten und Grafiken in: "Konzernatlas 2026"
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20.01.2026 08:51
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Konzernmacht macht Ernährung ungesünder
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Das Konzerndiktat fördert zucker- und fetthaltige Produkte, weil sie besonders profitabel sind. Die Folgen sind gravierend: In Deutschland ist jeder siebte Todesfall auf ungesunde Ernährung zurückzuführen.
Zu finden mit Belegen, Fakten und Grafiken in: "Konzernatlas 2026"
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19.01.2026 08:43
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Supermärkte haben enorme Marktmacht
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Vier Supermarktketten kontrollieren rund 88 Prozent des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. Mit dieser Marktmacht diktieren sie Preise und drücken die Erlöse der Erzeuger*innen.
Zu finden mit Belegen, Fakten und Grafiken in: "Konzernatlas 2026"
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17.01.2026 08:41
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Das Ernährungssystem treibt die Klimakrise an
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Das globale Ernährungssystem verursacht rund ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Fleisch- und Milchkonzerne stoßen dabei teils ähnlich viele Emissionen aus wie große Ölkonzerne.
Zu finden mit Belegen, Fakten und Grafiken in: "Konzernatlas 2026"
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14.01.2026 08:03
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Unternehmen lähmen sich mit selbstgemachter Bürokratie
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Eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft die kontur aus Luzern unter 2500 Erwerbstätigen in Deutschland zeigt: 93% der Beschäftigten sehen in der Bürokratie eine Belastung für Deutschland. Die Bürokratie greift dabei auch in hohem Maße auf Unternehmen über. So bezeichnen 61,4 % ihr Unternehmen als bürokratisch. Verantwortlich dafür sind für 68,5% hauptsächlich Vorgaben von aussen wie Gesetze, aber auch bei 21,2 % eigene Regeln im Unternehmen. Dort lähmt Bürokratie die Produktivität und Entscheidungsfreude sowie Innovationskraft und Motivation. Management-Experte Dr. Bodo Antonic warnt in diesem Zusammenhang davor, die Auslöser der Bürokratie im Unternehmen durch "Firmokratie" noch zu verstärken.
Dass Bürokratie eine Belastung für Deutschland ist, sehen mehr als 93 % der Beschäftigten so. Zwei Drittel sehen sogar ein dramatisches Ausmaß. Die grundsätzliche Einschätzung der Bürokratie als Belastung gilt dabei über alle Alters- und Berufsgruppen hinweg. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens die konturaus Luzern, für die im November 2500 Erwerbstätige in Deutschland befragt wurden. Von den Befragten sind überdies 61,4 % der Meinung, dass auch das eigene Unternehmen bürokratisch sei. Frauen sehen dies mit 63,8 % sogar etwas häufiger als Männer mit 58,8 %. Bei Beschäftigten mit Kindern steigt dieser Wert sogar auf 71,3 %.
Die Bürokratie in den Unternehmen wird nach Auffassung von mehr als zwei Dritteln (68,5 %) der Befragten von äußeren Vorgaben wie beispielsweise Gesetzen bestimmt. Demgegenüber sehen 21,4 % die Ursachen der Bürokratie hauptsächlich in eigenen Regeln des Unternehmens. Für Management-Experte Dr. Bodo Antonic, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens, liegt in der Bürokratie eine Gefährdung des Standorts und der Überlebensfähigkeit von Unternehmen in Deutschland. "Bürokratie ist für viele Beschäftigten allgegenwärtig und selbst gar nicht zu vermeiden. Unternehmen sollten daher aktiv an der Vermeidung von Bürokratie arbeiten und zusätzliche 'Firmokratie' verhindern", so Dr. Antonic. Dazu gehören nach Ansicht des Managers eine kritische Überprüfung eigener hausinterner Regeln sowie ein pragmatischer und effizienter Umgang mit externen Vorgaben. "Bürokratie zu vermeiden, erfordert Mut und Entscheidungskraft, ausufernde Regeln muss man hingegen als Zeichen von Schwäche und Orientierungslosigkeit verstehen", so Dr. Antonic.
Ein Blick auf die Zahlen bestätigt die Einschätzung von Dr. Antonic. So geben 62,5 % der Beschäftigten als Hauptursache für die Bürokratie die im Unternehmen rechtliche Absicherung an, gefolgt von umständlichen Arbeitsprozessen (43,2 %). Den dritten Platz teilen sich das Kontrollbedürfnis von Vorgesetzten (31,3 %) und Industrie-Standards (31,2 %). Aus der Praxis in unterschiedlichen Unternehmen kann Dr. Antonic von zahlreichen Beispielen berichten. "Unternehmenslenker wollen gerne die Risiken aus Ihrer Verantwortung absichern und zusätzliche Sicherheiten für sich einbauen. Der externen Regulatorik wird dann nochmal intern eins draufgesetzt", beschriebt der Management-Experte. Und führt aus: "Bürokratie untergräbt die Erneuerungsfähigkeit im Unternehmen, nimmt Handlungsfähigkeit und verursacht Ressourcen-Verschwendung."
Diese Folgen der Bürokratie bestätigen sich ebenfalls in den Ergebnissen der Studie. Zwei Drittel (66,7 %) der Befragten gaben eine Zunahme an unnötiger Arbeit an. Für Dr. Antonic allerdings noch gravierender ist der zweithäufigste Grund. 51,7 % der Beschäftigten gaben an, dass die eigentliche Arbeit liegen bleibe.
"Die eigentliche Arbeit nicht zu machen, gefährdet Kundenzufriedenheit und Qualität, und damit auch Liquidität und Einnahmen. Mit Formularen ausfüllen ist kein Geld verdient", wird Dr. Antonic deutlich. Weitere Probleme der Bürokratie sind laut Studie für 49,2 % der Befragten die langen Entscheidungsprozesse, 44,1 % bemängeln den Motivationsverlust und jeweils rund 41% sehen auch höhere kosten sowie zunehmenden Stress. Dr. Antonic erläutert: "Wir haben Beschäftigte befragt, weil sie diejenigen sind, die die Bürokratie im Alltag ausbaden müssen. Sie erkennen sehr wohl den wirtschaftlichen Schaden fürs Unternehmen, als auch die negativen Folgen für sich selbst."
Eine Lösung sieht der Management-Experte in der Priorisierung und einem "kontrollierten Regelbruch". Dr. Antonic wörtlich: "Gesetzestreue ist ein Wert und nicht jedes Gesetz ist per se schlecht. In der Praxis werden viele Gesetze und Regeln aber ohnehin unterlaufen. Das Problem liegt darin, dass man sich treiben lässt und keine Werte und Prinzipien etabliert, nach denen man sein Handeln pragmatisch ausrichtet. Mein Vergleich ist das Falschparken. Wenn Sie keinen Parkschein haben, müssen Sie einen Strafzettel in Kauf nehmen. Kann man machen. Damit schaden sie noch niemand. Wenn Sie sich auf den Behindertenparkplatz stellen, ist das schon eine ziemliche Frechheit, und wenn Sie die Feuerwehrgassee blockieren, wird's gemeingefährlich". Der Management-Experte empfiehlt Unternehmen, sich selbst zu "Räumen der Bürokratiebegrenzung" zu machen, Beschäftigte von unnötiger Bürokratie abzuschirmen und selbst eine "Politik der Minimal-Regulierung" einzuführen.
Über die Studie: Für die Studie im Auftrag des Beratungsunternehmens die kontur wurden im November 2024 durch das Marktforschungsunternehmen civey 2500 Erwerbstätige in Deutschland befragt.
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10.01.2026 10:23
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Zalando krass unfairer Teil der Gesellschaft
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Mit scharfen Worten hat Bodo Ramelow (Linke) die Schließung des Zalando-Logistikzentrums in Erfurt kommentiert: »Mich macht das fassungslos«, sagte der ehemalige thüringische Ministerpräsident der Nachrichtenagentur dpa. Die Entscheidung, den Standort dichtzumachen, sei eine Missachtung von Arbeitnehmern und Region. »Der Aufstieg von Zalando als Internethändler geht mit dem Logistikzentrum in Erfurt einher.«
Der Dax-Konzern hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass das Logistikzentrum Ende September schließen soll. Grund ist nach Unternehmensangaben eine Neuausrichtung des konzerneigenen europaweiten Logistiknetzwerks. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern den Onlinemodehändler About You übernommen. Bereits nach Bekanntwerden der Übernahme Ende 2024 hieß es, die Unternehmen könnten dadurch etwa bei den Kosten für Logistik sparen.
Ramelow, heute Bundestagsvizepräsident, sprach von einer kalten Abwicklung des Standorts mit nicht viel mehr als dem gesetzlich vorgeschriebenen Sozialplan. Er sprach von »Raubtierkapitalismus«. Der Versandhändler hatte sich nach seiner Gründung als Start-up bei Erfurt seinen ersten großen Logistikstandort aufgebaut, der nach Unternehmensangaben heute rund 2700 Arbeitnehmer beschäftigt.
Zalando habe alle zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten erhalten – »direkte und indirekte«, sagte Ramelow. Nach seinen Angaben wurden sogar Busverbindungen in verschiedene Thüringer Regionen organisiert, um Arbeitskräfte nach Erfurt zu bringen. Das Logistikzentrum habe eine internationale Belegschaft. Nach Angaben von Ramelow werden Arbeitnehmer aus Osteuropa, aber auch viele Migranten beschäftigt, die nach 2015 nach Deutschland kamen.
Gerade sei versucht worden, dem Logistikzentrum eine Tarifbindung zu geben. Ramelow, der vor seiner Politikkarriere Gewerkschaftsfunktionär war, kündigte Unterstützung für die Arbeitnehmer an, die ihre Arbeit verlieren sollen. »Ich werde mich an die Seite des Betriebsrats stellen.« Auch Carsten Schneider kritisiert Zalando
Kritik kam auch von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), der aus Erfurt stammt. Zalando sei mit dem Standort Erfurt gewachsen und erfolgreich geworden. »Sich heute so dreist und unverfroren gegen diesen Standort zu stellen und 2700 Familien ins wirtschaftliche und soziale Unglück zu stürzen, zeugt von einem skandalösen Verhalten«, sagte Schneider. »Das hat weder etwas mit unternehmerischer Verantwortung noch mit betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit zu tun. Zalando steht damit exemplarisch für einen eiskalten Kapitalismus, der Gewinne privatisiert und soziale Fragen ausblendet.«
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07.01.2026 08:39
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Hass und krasse Unfairness gegen schwarze Menschen in Deutschland
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Eine neue Studie zeigt auf, wie tief das systematische Problem Rassismus in Deutschlands Gesellschaft, Behörden und Polizei liegt. Schwarze Menschen werden online und offline angegriffen – und bleiben oft damit allein, sich dagegen zu wehren.
Daniel Roßbach, Redakteur im Politikressort der Frankfurter Rundschau, schreibt dazu in der FR: „Viele Schwarze Menschen in Deutschland erleben rassistische Beleidigungen; systematischer Rassismus in der Gesellschaft ist die Basis für Fälle von Hassrede, bei denen es sich eben nicht nur um einzelne Vergehen handelt: Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Jenaer Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (im Dezember) veröffentlicht hat.
Dieser Studie zufolge wurden drei Viertel der befragten Schwarzen Menschen mindestens einmal online rassistisch beleidigt. Aber auch in Bezug auf persönliche Begegnungen im realen Leben berichten ähnlich viele Betroffene von rassistischer „Hatespeech“, sei es auf offener Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Freizeitaktivitäten und in Bildungseinrichtungen oder am Arbeitsplatz. Nur gut ein Drittel der Befragten gab an, noch nie rassistischen Beleidigungen durch Polizist:innen oder Sicherheitskräfte ausgesetzt gewesen zu sein, aber zwölf Prozent sagten, das „sehr häufig“, weitere 15 Prozent das „häufig“ erlebt zu haben. Ähnlich sind die Erfahrungen auch mit anderen Behörden.
Grundlage der Erhebung, die 2024 unternommen wurde, war eine Umfrage durch das Demografie-Institut YouGov unter Menschen, die „sich als Schwarze, Afrodeutsche, Afrodiasporische Person“ identifizieren. Etwas mehr als 1000, von denen vier Fünftel deutsche Staatsangehörige sind, nahmen daran teil.
Auch Polizei und Behörden für rassistische Übergriffe verantwortlich
Für Laura Dellagiacoma, Mitautorin der Studie, folgt aus deren Ergebnissen: „Rassistische Hassrede ist kein Randphänomen, sondern ein strukturelles Problem unserer gesamten Gesellschaft, die noch tief von anti-Schwarzem Rassismus geprägt ist“. Sie warnt insbesondere davor, rassistische Vorfälle als isoliertes Fehlverhalten zu betrachten: „Was viele als Einzelfälle abtun, betrifft Schwarze Menschen in nahezu allen Lebensbereichen – mit gravierenden Folgen für ihre Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und psychosoziale Gesundheit.“
Das gelte gerade auch für Kommunikation online, in der Schwarze Menschen ständig rassistische Anfeindungen erführen, so die Autorinnen der Studie. Schließlich sei Onlinepräsenz ein zentraler Teil des eigenen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Lebens. In all diesen Bereichen machten Schwarze Menschen die Erfahrung, nicht mit Schutz durch andere Personen, Plattformen oder staatliche Stellen rechnen zu können, sondern selbst dafür sorgen zu müssen, sich Angriffen zu entziehen. Francesca Sika Dede Puhlmann, die zweite Autorin der Studie, fordert deshalb: „Es braucht endlich politische Verantwortung: klare gesetzliche Maßnahmen gegen rassistische Hetze, eine konsequente Strafverfolgung und eine nachhaltige Förderung Schwarzer Selbstorganisationen“. Forschende beschreiben Schritte für antirassistische Arbeit
Konkret sehen die Gesellschaftspsychologin Dellagiacoma und die Soziologin Puhlmann fünf Schritte, um Rassismus in Deutschland entgegenzuwirken: rassismuskritische Bildungsangebote, konsequente Ahndung von Hassrede in digitalen Räumen, unabhängige Beschwerdestellen, stärkere Thematisierung des Problems in Medien und „die dauerhafte finanzielle Förderung von Selbstorganisationen und -vertretungen Schwarzer Communities“. Axel Salheiser, der wissenschaftliche Leiter des Jenaer Instituts, sagt, dass, weil Rassismus ein systematisches gesellschaftliches Problem in Deutschland sei, „eine gesamtgesellschaftliche Antwort – mit politischem Rückhalt, klarer antirassistischer Haltung und strukturellem Schutz für Betroffene“ notwendig sei. Dabei brauche es aber auch aktive Einsicht in das Problem und Mitwirkung an seiner Lösung durch weiße Personen – gerade damit Schwarze Menschen nicht damit allein gelassen würden, weiterhin immer wieder rassistisch angegriffen zu werden“.
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