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01.09.2026 09:13
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Amazon verlangt unfaire Preise für Werbeplätze, sagt die US-Wettbewerbsbehörde
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Das war mir schon vor 15 Jahren klar geworden, dass die Preise bei der Versteigerung von Werbeplätzen bei Amazon manipuliert wurden. Das gilt meines Erachtens und Eindrucks auch für Google-Werbeplätze, weshalb wir uns vor Jahren von derlei Anzeigenschaltungen verabschiedet haben. Immer wenn die Umsätze bei Google gesteigert werden mussten, um die Akteninhaber zu bedienen, stiegen die Anzeigenpreise, die vorgeblich die Folge einer Versteigerung sein sollten. Beweisen kann ich das nicht, denn er Aufwand wäre unangemessen groß. Aber der Verdacht besteht.
Gegen Amazon hat jetzt wie Wettbewerbsbehörde der USA Klage gegen Amazon wegen künstlich verteuerter Werbeplätze erhoben.
Amazon verdient Milliarden mit dem Verkauf von Werbeplätzen. Bei Auktionen habe der Onlinehändler jedoch heimlich die Preise erhöht und einen »versteckten Aufschlag« verlangt, sagt die US-Wettbewerbsbehörde FTC.
Die US-Wettbewerbsbehörde FTC und die Generalstaatsanwälte von 22 Bundesstaaten verklagen den Internetriesen Amazon. Sie werfen dem Onlinehändler vor, bei Auktionen um Werbeplätze die Preise künstlich erhöht zu haben. Über mehr als sieben Jahre habe Amazon auf diese Weise vermutlich zweistellige Milliardenbeträge eingenommen, teilte die Behörde mit.
Unternehmen können Amazon dafür bezahlen, dass ihre Anzeigen bei bestimmten Suchergebnissen erscheinen. Welches Unternehmen den Werbeplatz erhält, entscheidet eine Auktion. Nach Darstellung der FTC muss der Höchstbietende normalerweise nur einen Cent mehr zahlen als der Zweitplatzierte. Bietet eine Firma 200 Dollar und eine andere 190 Dollar, würde der Preis demnach bei 190,01 Dollar liegen. Bei Produktanzeigen habe Amazon jedoch in nahezu vier von fünf Fällen den vollständigen Betrag des Höchstgebots verlangt, so der Vorwurf. Damit habe der Konzern gegen die eigenen Regeln verstoßen.
Die FTC sieht dafür auch Belege in internen Dokumenten. Darin sei von einem »versteckten Aufschlag« die Rede. Außerdem habe Amazon die Preise mit fiktiven Auktionsteilnehmern in die Höhe getrieben. Der Klage zufolge nahm Amazon die heimliche Änderung vor, weil der Techkonzern unzufrieden mit den Einnahmen aus den Werbeauktionen war.
FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson erklärte, die höheren Kosten seien größtenteils an amerikanische Verbraucher weitergegeben worden. Die Amazon-Aktie lag am Montag rund 2,5 Prozent im Minus.
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