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10.08.2026 10:30
RWE und Trump ziehen an einem Strang gegen erneuerbare Energien  

Die Auswirkungen der Klimakrise, die bereits eingetreten ist, werden immer offensichtlicher: In diesem Sommer etwa mit besonders extremen Hitzewellen auch in Nordamerika und Europa, mit riesigen Waldbränden beiderseits des Atlantiks. Was liegt also näher, als aktiv Investitionen in CO2-neutrale Energieerzeugung zu verhindern?, fragt ironisch der Politik-Redakteur der FR Daniel Roßbach:

"Genau das tut in den USA die Trump-Regierung mit einem Vergleich mit dem deutschen Energie-Riesen RWE, der Windenergie-Projekte in den USA aufgibt und Trump dafür Investitionen in Fossile verspricht (und sich selbst davon Gewinne). Die Deals, die Trumps Administration mit Energiefirmen wie jetzt RWE macht, um Windkraftanlagen zu verhindern, sind eines der plakativeren Beispiele dafür, wie sie aktiv daran arbeitet, die Welt zu zerstören. Über vier Milliarden US-Dollar hat die Regierung in Washington für solche Abkommen ausgegeben.

So sieht freie Marktwirtschaft in Trumps Welt aus, und so verhält er sich zu seiner Verpflichtung, zum Wohl der Menschen in den USA zu handeln. Während Trump noch aktiv leugnet, dass es die Klimakrise gibt, sind andere Akteure aus seinem ideologischen Dunstkreis inzwischen dazu übergegangen, das zuzugeben – und zugleich zu erklären, dass man nun nichts mehr dagegen tun könne und Klimaschutz (weiter) ignorieren sollte. Dabei gehen Rechte selbstverständlich davon aus, dass es „die anderen“ sind und sein werden, die unter der Klimakatastrophe leiden – bisher Menschen in anderen Teilen der Erde, vor allem im Globalen Süden, nun eben die in der eigenen Gesellschaft, die sich schlechter vor der verbrennenden Welt schützen können.

Dass sich RWE und seine US-Tochterfirma auf den Deal mit Trump einlassen, ist schäbig – aber unter kapitalistischen Bedingungen nicht anders zu erwarten. Auch wenn RWE sein Portfolio ein Stück weit in Richtung Erneuerbare verschoben hat, investiert der Konzern weiter massiv in Fossile. Von solchen Unternehmen zu erwarten, dass sie die klimaschützende Transformation freiwillig so schnell vollziehen würden, wie es notwendig wäre, ist hoffnungslos naiv.

Stattdessen bräuchte es politischen Willen, um diese Transformation zu forcieren, bevor noch größere Schäden eintreten, als sie zu beobachten und bereits unvermeidbar sind. Der fehlt aber nicht nur in den USA, sondern vielen Regierungen, und nicht zuletzt die schwarz-rote Koalition ignoriert es, dass Deutschland Klimaziele verfehlt, und dreht das Steuer in der Sache in die falsche Richtung".

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