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Viel wird über die finannziellen Schulden gesprochen, die den künftigen Generationen aufgebürdet werden. Völlig vergessen werden inzwischen die Schulden, die durch eine verwüstete, der ausbleibenden konsequenten Energiewende und dem ausbleibenden konsequenten Klimaschutz den jungen Generationen aufgebürdet werden. Damit wird den jungen Menschen der Boden für eine lebenswerte Zukunft und für eine Reparatur der Umwelt entzogen. Die herrschenden Eliten von Rechts verdammen die jungen Menschen zum künftigen Elend, weil sie alles verdammen, was der Klima- und Erdzerstörung und damit der Bedrohung der Menschheit Einhalt gebieten würde. Wann ändert die globale und nationale Rechte ihre Richtung, zeigt Reue und schmeißt seine Milliarden in den Staub für Leben statt für Kapital?
Die Bilder aus Frankreich sind apokalyptisch. Wälder in Flammen, erschöpfte Feuerwehrleute, in orangefarbenes Licht getauchte Strände, am Horizont Rauchwolken. Mehr als 40.000 Hektar Vegetation hat der Waldbrand in der Nähe von Bordeaux schon zerstört. 250.000 Menschen im Land waren von einer Evakuierungsaufforderung betroffen. Und auch in anderen Regionen Europas wüten die Flammen, besonders schlimm in Spanien.
Das Frappierende: In früheren Sommern lösten Brände und Extremtemperaturen in Deutschland noch Diskussionen über Klimaschutz aus, machten ihn 2019 sogar zum wichtigsten Wahlkampfthema. Davon ist heute kaum noch etwas zu hören. Es geht um den Kampf gegen die Flammen, um den Umgang mit Hitze. Um Anpassung. Nicht mehr um Prävention.
Haben wir uns mit der Klimakrise abgefunden? Ich glaube: Klimaschutz ist zumindest in Deutschland zu einem politisch belasteten Thema geworden, assoziiert mit Verbotspolitik und Einschränkungen für die Wirtschaft. Wer das ändern will, muss konsequent darüber sprechen, wie teuer uns die Krise bereits jetzt zu stehen kommt. Und dass es keine Option sein kann, den Kampf dagegen ausgerechnet jetzt zurückzufahren.
Mit Material von Maria Fiedler (Spiegel)
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