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07.10.2026 12:14
Unfairer Flugverkehr gegenüber der Mehrheit der Menschheit  

Luftverkehrs-Deals im September 2026, die zum Himmel stinken
• Aber: Neue EU Richtlinie erleichtert Kampf gegen Desinformation & Greenwashing
• Und: Die Chancen für mehr soziale Gerechtigkeit sind gewachsen

Die Klimakrise zeigt sich uns fast täglich mit neuen Warnsignalen.
Gleichzeitig versucht die Luftfahrtbranche ihre exorbitanten Wachstumspläne mit einer zum Scheitern verurteilten Desinformations- und Greenwashing Strategie zu rechtfertigen.
Das Zaubermittel heißt eSAF (synthetischer Öko-Kerosin).
Schon der Name SAF (Sustainable Aviation Fuel) ist irreführend, weil sich die „Nachhaltigkeit“ ausschließlich auf die CO2-Emissionen bezieht und die viel destruktiveren Nicht-CO2-Emissionen einfach ignoriert werden.

Die globale Luftverkehrsbranche ist der klimaschädlichste Industriesektor und wird trotzdem zugunsten von 10 bis 20% der Weltbevölkerung seit eh und je hochsubventioniert.

• Mit Hilfe der SAF-Strategie möchte sich diese Branche ein klimafreundliches Image geben.
Die SAF-Herstellung ist jedoch per se ineffizient, benötigt u.a. astronomische Mengen an Grünem Strom, die nicht verfügbar sein werden.
Die SAF-spezifischen Risiken sind unkalkulierbar, dies sowohl in technischer und finanzieller Hinsicht, als auch im Hinblick auf neue gerichtliche und versicherungstechnische Auflagen.
Die Büchse der Pandora scheint sich im Sept. 2026 auf dem SAF-Markt geöffnet zu haben.
Das lassen zumindest folgende Ereignisse stark vermuten:

1. Der 40.000-Tonnen-PR-Deal (Uniper)
Am 23. Sept. 2026 feierte sich der Energiekonzern Uniper für den Kauf von 40.000 Tonnen eSAF.

Die wichtigsten Details zu diesem Deal:
• Der Treibstoff wird vom US-Unternehmen Arcadia eFuels bezogen.
• Hergestellt wird das E-Kerosin im Projekt „Endor“ im dänischen Vordingborg
• Triebfeder für den Deal ist die EU-Vorschrift ReFuelEU Aviation.
• Ab 2030 müssen zwingend 1,2 Prozent beigemischt werden.
• (Angeblicher) Umwelteffekt: Das eSAF wird aus erneuerbarem Strom, grünem Wasserstoff und abgeschiedenem CO2 produziert. Es soll die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg um bis zu 98 Prozent im Vergleich zu fossilem Kerosin senken.
An dieser Aussage erkennt man deutlich den Etikettenschwindel:
• Die geplante eSAF- Beimischung wird 2050 nur 35% betragen,
• Die dominanten „Nicht-CO2-Emissionen“ werden hier ignoriert

2. Milliarden Deal für weitere SAF-Subventionen
am 21. September 2026 haben Deutschland, Österreich und Luxemburg (ohne parlamentarische Debatten) eine 2,12-Milliarden-Euro-Förderallianz für den eSAF-Markt beschlossen.
• Während bei der sozialen Absicherung und Bildung jeder Cent zweimal umgedreht wird, steuert Deutschland hier allein 2 Milliarden Euro zu diesen SAF-Förderdeal bei.
• Dieser Deal wurde ohne PR-Bühne durchgezogen, vermutlich um kritische Diskussionen über klimaschädliche Subventionen gezielt aus dem Weg zu gehen.

3. Systemblindheit an der UN-Spitze
Am 22. September 2026 hielt UN-Generalsekretär Antonio Guterres seine Abschiedsrede
• Er warf den Energiekonzernen (zu Recht) vor, die Erde wie eine „offene Kloake“ zu behandeln und damit unsere Welt zu zerstören.
• Auch am Luftverkehr und an der ICAO übte er die berechtigte Kritik, dass die bisherigen freiwilligen Zusagen eher zu einer Erderwärmung von weit über 3 °C führen würden (statt 1,5°C).
• Zudem fordert auch Guterres blind den massiven Einsatz von SAFs, was zeigt, dass selbst auf höchster Ebene das Problem der Nicht-CO2-Emissionen schlichtweg ausgeblendet wird.

Die gute Nachricht: Das rechtliche Aus für Desinformation und Greenwashing

Seit dem 27. September 2026 gilt die neue EU-EmpCo-Richtlinieauch im deutschen Recht:
• Vage Werbesprüche wie „klimaneutrales Fliegen“ durch CO2-Kompensation sind für Verbraucher ab jetzt strikt verboten.
• Werbung wie „Fliegen Sie nachhaltig dank 10 % SAF-Anteil“ ist ab sofort nicht mehr erlaubt.
• Umwelt- und Verbraucherschutzverbände können Airlines nun viel leichter verklagen.
• Bei falschen Klimaversprechen drohen Strafen von bis zu 4 % des Jahresumsatzes.

Fazit: Das Ende des „grünen“ SAF-Marketings

• Seit dem 27. Sept. 2026 dürfen SAFs nicht mehr als Allheilmittel für das klimafreundliche Fliegen vermarktet werden.
• Das betrifft auch die freiwilligen Kompensationsangebote (z.B. Atmosfair) und den gesetzlichen Zertifikatehandel EU ETS und CORSIA der Internationalen Luftfahrtorganisation der UN.
• Die eklatante Diskrepanz zwischen der SAF-Definition als „nachhaltiger Kraftstoff“ im Energierecht (ReFuelEU) und der neuen EU-EmpCo-Richtlinie zwingt die Airlines zu einer wahrheitsgemäßen Transparenz.
• Wer die Nicht-CO2-Emissionen verschweigt, riskiert existenzbedrohende Strafzahlungen.
• Das Verursacherprinzip darf nicht länger mit Füßen getreten werden.

Die Chancen für mehr soziale Gerechtigkeit sind gewachsen
• Mit den horrenden eSAF-Subventionen wird versucht, ein extrem ungerechtes und zerstörerisches System bis zum Ökozid künstlich am Leben zu erhalten.
• 80 bis 90 % der Weltbevölkerung können oder wollen sich niemals eine Flugreise leisten.
Diese Menschen leben größtenteils im Globalen Süden und sind den verheerenden Folgen des exponentiellen Wachstums der Luftfahrt schutzlos ausgesetzt.
• Die permanente Verletzung aller Grundrechte, vor allem der Kinderrechte ist himmelschreiend.

Die neue EU-EmpCo-Richtlinie birgt zumindest die Chance, die katastrophalen Verwerfungen beim Klimaschutz im Luftverkehr sichtbar zu machen und zu glätten.

Die Luftfahrtlobby wird weiterhin versuchen, ihre Machtposition auszunutzen, um das weitere Wachstum abzusichern.
Dies wird aber nur funktionieren, wenn neue Subventionen in nie dagewesener Höhe fließen!
Bei objektiver Betrachtung aller wissenschaftlichen Parameter ist absehbar, dass die SAF-Strategie alsbald zum Kippen der Wirtschaftlichkeit führen wird.

Alfred M. Linneberg
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Alfred M· Linneberg hat diese Petition auf WeAct gestartet.

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